Aktivitäten
- Rückblick auf den Besuch der Arbeitsgruppe Fachliche Fragen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK)
Die Arbeitsgruppe Fachliche Fragen des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) tagte am 23. und 24. März 2026 in Deidesheim zum Thema „Zukunftsaufgabe Denkmalpflege: Aktives Ehrenamt und lebendiges Bürgerengagement – Impulse für die Orts und Regionalentwicklung“.
Unser Teehaus Ruppertsberg war das auserkorene Exkursionsziel am Nachmittag des ersten Tages. In Vorbereitung dieses fachlichen Austauschformats vor Ort hatten Ursel Knoll und Franz-Josef Knoll gewohnt professionell eine umfängliche Bildpräsentation zur Geschichte der Vereinsgründung und zum seither gelebten Engagement in unserem Förderverein vorbereitet. Das Fachpublikum lauschte faszinierte den zugehörigen Berichten von Ursel Knoll während ihres 45-minütigen Vortrag, diskutierte anschließend intensiv und auch am nächsten Tag war in der Arbeitssitzung immer wieder die Rede von den im Teehaus gewonnen Impulsen.
Link zum Bericht auf der Website des DNK
Aus den Social-Media-Posts:
- Für erfolgreiches Engagement braucht es „Prozesslotsen“ sowie Vermittlerinnen und Vermittler zwischen amtlicher Denkmalpflege und Bürgerengagement.
- Um Jugendliche für den Denkmalschutz zu sensibilisieren und ihnen Einblicke in die Denkmalpflege zu geben, sind Beispielbaustellen und andere Projektformate hilfreich.
- Ein Besuch des Teehauses Ruppertsberg inmitten der Weinberge bei herrlichstem Frühlingswetter rundete das Zusammentreffen der Arbeitsgruppe in Deidesheim ab.
Persönliche Impressionen mit Bild und Wort aus dem „Story-Board“ von Diana Wetzestein, Fachwerkjournalistin aus Wanfried, Netzwerkerin und Mitglied der DNK-Arbeitsgruppe:
Ihr habt einen wunderbaren Ort erhalten und mit dem Aufbau vom TEEHAUS gezeigt, dass es möglich ist! Wenn Leidenschaft, Willenskraft und Know-how dabei sind.
Ganz herzlichen Dank und liebe Grüße von Diana
Sie möchten noch mehr zum DNK und den Hintergründen zur Tagung in Deidesheim erfahren?
„Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) stellt eine Schnittstelle zwischen den Regierungen, den Verwaltungen und der Fachebene für Themen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege auf Bundesebene dar. Im Rahmen dieser Aufgaben greift die Arbeitsgruppe fachliche Fragen der Denkmalpflege alljährlich im Frühjahr ein aktuelles Thema auf und zieht zum Austausch in eine Region. In der Deidesheimer Veranstaltung wird beleuchtet, wie Ehrenamt und Bürgerengagement in der Baudenkmalpflege auch in Zukunft stark und attraktiv bleiben können.
Bürgerinnen und Bürger engagieren sich für den Erhalt von denkmalgeschützten Bauwerken, bringen Zeit, Geld und Expertise ein, stärken den Zusammenhalt und schließen sich in Initiativen, gemeinnützigen Vereinen, Genossenschaften oder Stiftungen zusammen. Für die Gesellschaft gingen ohne dieses lebendige und aktive Engagement viele denkmalgeschützte Bauwerke für immer verloren und damit auch wichtige Bausteine für die Orts- und Regionalentwicklung.
Mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz zeichnet das DNK seit 1978 jährlich Persönlichkeiten, Initiativen und Beiträge aus, die sich in beispielhafter Weise für die Erhaltung und Vermittlung von Boden-, Bau-, Garten- oder Industriedenk-malen, von Ensembles oder Historischen Kulturlandschaften eingesetzt haben. Es ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.
Aufbauend auf diesem Fundament erkennt die Arbeitsgruppe Fachliche Fragen der Denkmalpflege des DNK zivilgesellschaftliche Veränderungen, wie eine geringere Bereitschaft zu langfristigen Bindungen, beobachtet stattdessen eine zunehmend eher projektorientierte Bindung. Insbesondere jüngere Menschen wie auch Menschen, die neu in einem Ort oder in einer Region sind, suchen über diesen Weg nach Möglichkeiten des Ankommens und der Teilhabe.
Der Mut, die Zukunft mitzugestalten, ist unbeschadet dessen oftmals mit Desillusionierungen verbunden - beispielsweise bei überfordernder Bürokratie im Zusammenspiel mit amtlicher Denkmalpflege, Kommunalverwaltungen und Kommunalpolitik sowie in der Beantragung und Verwendung von Fördermitteln.
Last, but not least birgt ein gemeinsames, wertschätzendes Wirken von Citizen Science und amtlicher bzw. akademischer Wissenschaft enorm viele Potentiale.
(Zitat aus dem DNK-Tagungsflyer)